Lediglich in den ersten 30 Minuten taten sich die Hausherren schwer mit den Hansestädtern. „Es hat ein bisschen gedauert, bis wir ins Tempospiel gekommen sind“, sagte HSG-Coach André Lohrbach. In der Deckung hier und da ein wenig unclever, nach vorne etwas schwerfällig, so präsentierten sich die Schülper vor dem Seitenwechsel. Bemerkenswert, dass die HSG gegen das erfahrene Hamburger Team dennoch beim Pausenpfiff in Führung lag. So konnte sich die Lohrbach-Truppe in Ruhe auf die zweite Halbzeit einschwören. Mit Erfolg. In der Abwehr wurden nun mehr Bälle gewonnen, die dann zu schnellen Gegenstößen führten. Davon profitierten in erster Linie die Flügelspieler Patrick Petriesas und Malte Pieper, die insgesamt 15 Tore erzielten. Ein Sonderlob erhielt Mittelmann Finn Kohnagel, der umsichtig Regie führte. Auch Joschka Bünger, der den abwesenden Kapitän Niklas Ranft auf der halbrechten Position vertrat, machte seine Sache gut. All das zusammengerechnet ergab einen ungefährdeten Heimsieg, selbst wenn die Gäste noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben durften, was Lohrbach missfiel. Jetzt muss die HSG am nächsten Sonnabend beim AMTV Hamburg zum ersten Mal auswärts ran. Welche Aussagekraft hat der Saisonauftakt mit zwei relativ problemlosen Siegen? „Gar keine“, sagt Lohrbach. Zumindest keine in puncto Saisonausgang. „Man hat allerdings schon gesehen, dass unsere neuen Systeme funktionieren. Die Mannschaft hat sich gut präsentiert.“ Er ist gespannt, wie sein Team dann kommenden Sonnabend in der Fremde auftreten wird.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Sehburger, Klapdor – Bünger (3), Kohnagel (1), Bunse (2), Dau (5), Stiller, Jüschke (4), Barkmann (2), Tönsen (1), Djobokou (1), Pieper (8/5), Petriesas (7/1), Seehase (1).

   
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