Die trainings- und spielfreien Herbstferien hat die männliche E mit der Teilnahme am 8. Hesebeck-Kids-Cup in Henstedt-Ulzburg am 21.10.2018 überbrückt. Als ein langer Tag gegen 17 Uhr mit der Siegerehrung in der Halle des Alstergymnasiums endete, standen die Jungs der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg ganz oben auf dem Siegertreppchen.

Insgesamt sieben Mannschaften aus dem ganzen Landesgebiet waren angereist. In unserer Gruppe B trafen wir auf HFF Munkbrarup und GH Lübeck 1876, gegen die wir unser erstes Spiel sicher mit 10:5 gewinnen konnten. In der zweiten Partie gegen HFF Munkbrarup setzten wir uns nach einigen Startschwierigkeiten mit 8:4 durch. Die kleinen Unkonzentriertheiten waren aber ein guter Weckruf, denn die beiden „Rückspiele“ in der Gruppe warteten ja noch und der Halbfinaleinzug war zwar greifbar, aber noch nicht sicher.

Das zweite Spiel gegen Lübeck ging mit 8:7 ebenfalls an uns. Ein wenig täuscht das Ergebnis darüber hinweg, dass wir eine richtig gute Leistung zeigten und sicher und verdient gewonnen haben. Das Halbfinale als Gruppensieger war damit erreicht. Das letzte Vorrundenspiel gegen Munkbrarup geriet dann zum Selbstläufer: Mit 11:3 wurde auch das vierte Spiel abgeräumt. In der Parallelgruppe wurde es dramatisch: Dank der Nachbarn des Elmshorner HT, die sich gegen WIFT Neumünster knapp 5:4 durchsetzten, zogen die Gastgeber vom SV Henstedt-Ulzburg ins Halbfinale ein, wo die HSG ja schon wartete.

Und wenn es mal läuft, dann bringen auch eine längere Spielpause und der Ausfall eines Spielers nichts mehr durcheinander. In der Abwehr hellwach und im Angriff beflügelt, erreichten wir nach einem 14:4 das Endspiel und durften aus der Olzeborchschule in die große Halle des Alstergymnasiums „umziehen“. Gegner war der TuS Aumühle Wohltorf, der bis dahin ebenfalls alle Spiele gewonnen hatte. Die Jungs der HSG, die sogar noch ein Spiel mehr absolviert hatten, blieben trotz teilweise harter Spielweise und einiger körperlich überlegener Gegenspieler aber cool und hielten voll dagegen. Gekrönt von durchgängig starken Torhüterleistungen gewannen wir das Finale mit 6:4. Die anschließende Kabinenparty war da natürlich völlig verdient...

männliche E-Jugend
v.l.n.r.: Trainer Klaus, Luca, Hauke, Joris, Louis, Thure (liegend), Louis, Claas, Joannis, Linus

Lediglich in den ersten 30 Minuten taten sich die Hausherren schwer mit den Hansestädtern. „Es hat ein bisschen gedauert, bis wir ins Tempospiel gekommen sind“, sagte HSG-Coach André Lohrbach. In der Deckung hier und da ein wenig unclever, nach vorne etwas schwerfällig, so präsentierten sich die Schülper vor dem Seitenwechsel. Bemerkenswert, dass die HSG gegen das erfahrene Hamburger Team dennoch beim Pausenpfiff in Führung lag. So konnte sich die Lohrbach-Truppe in Ruhe auf die zweite Halbzeit einschwören. Mit Erfolg. In der Abwehr wurden nun mehr Bälle gewonnen, die dann zu schnellen Gegenstößen führten. Davon profitierten in erster Linie die Flügelspieler Patrick Petriesas und Malte Pieper, die insgesamt 15 Tore erzielten. Ein Sonderlob erhielt Mittelmann Finn Kohnagel, der umsichtig Regie führte. Auch Joschka Bünger, der den abwesenden Kapitän Niklas Ranft auf der halbrechten Position vertrat, machte seine Sache gut. All das zusammengerechnet ergab einen ungefährdeten Heimsieg, selbst wenn die Gäste noch ein wenig Ergebniskosmetik betreiben durften, was Lohrbach missfiel. Jetzt muss die HSG am nächsten Sonnabend beim AMTV Hamburg zum ersten Mal auswärts ran. Welche Aussagekraft hat der Saisonauftakt mit zwei relativ problemlosen Siegen? „Gar keine“, sagt Lohrbach. Zumindest keine in puncto Saisonausgang. „Man hat allerdings schon gesehen, dass unsere neuen Systeme funktionieren. Die Mannschaft hat sich gut präsentiert.“ Er ist gespannt, wie sein Team dann kommenden Sonnabend in der Fremde auftreten wird.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Sehburger, Klapdor – Bünger (3), Kohnagel (1), Bunse (2), Dau (5), Stiller, Jüschke (4), Barkmann (2), Tönsen (1), Djobokou (1), Pieper (8/5), Petriesas (7/1), Seehase (1).

Lediglich in den ersten zehn Minuten hatten die Gastgeber in einer mit mehr als 300 Zuschauern gut gefüllten Heidesandhalle Probleme mit dem Gegner. Dann aber ebnete ein 6:0-Lauf zum 10:6-Zwischenstand den Weg zum ersten Saisonsieg. Entsprechend froh zeigte sich HSG-Coach André Lohrbach nach Schlusspfiff: „Kleine Probleme sind zu Beginn ganz normal. Im Großen und Ganzen bin ich aber sehr zufrieden. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Jeder Spieler hat seinen Job erfüllt.“ Einzig Torhüter Tobias Sehburger, der im Sommer aus der zweiten Mannschaft ins Oberliga-Team gerückt war, erhielt ein Sonderlob seines Trainers: „Tobias hat hinter einer aggressiven Abwehr gut gehalten. Deswegen sind wir zu vielen Gegenstoß-Toren gekommen. So hatten wir uns das vorgestellt.“ Mit zunehmendem Spielverlauf funktionierte die in der Sommerpause neu einstudierte offensiv ausgerichtete 6:0-Defensivformation immer besser. „Wir haben die Gäste zu aussichtslosen Tor-Abschlüssen gezwungen“, so Lohrbach. Als sein Team nach Wiederanpfiff mit einem zweiten Zwischenspurt von 18:15 (36.) auf 23:15 (44.) davonzog, war der Drops gelutscht. Den Rest der Spielzeit verwalteten die Hausherren ihren Vorsprung. Unterdessen hat sich bei der HSG eine weitere Personalie geklärt. Den Posten des Co-Trainers wird Torge Haß übernehmen. Haß ist bereits in der vergangenen Saison als Interimstrainer eingesprungen, nachdem sich der Verein von Rainer Peetz getrennt hatte. Er kennt die Mannschaft folglich perfekt und ist in Westerrönfeld als langjähriger Spieler der „Ersten“ ohnehin bekannt wie der sprichwörtliche bunte Hund. Lohrbach ist froh, dass Haß künftig an seiner Seite steht: „Eine sehr gute Lösung.“ So könnte der Ex-Profi Lohrbach im Ernstfall auch selbst auf dem Spielfeld eingreifen. Mit seinen 29 Jahren steht er voll im Saft. Seine Handballschuhe hängen noch nicht am Nagel. Lohrbach betont aber genauso: „So lange es läuft, halte ich mich zurück.“ Er weiß, wie schwer der Job des Spielertrainers sein kann.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Sehburger, Meurer – Ranft (5), Bünger, Kohnagel, Bunse (2), Dau (7), Stiller (2), Jüschke (4), Sawitzki (1), Barkmann, Tönsen (2), Djobokou (1), Pieper (6/2).

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 10.09.2018

 

weibliche Jugend A

am 2. Juni in der Sporthalle Alt Duvenstedt und
am 3. Juni in der Sporthalle Westerrönfeld

weibliche Jugend B

am 27. Mai in der Sporthalle Hohn

weibliche Jugend C

am 2. Juni in der Sporthalle Westerrönfeld

männliche Jugend A

am 26. und 27. Mai in der Sporthalle Fockbek

männliche Jugend C

am 2. Juni in der Sporthalle Hohn


Die vollständigen Spielpläne gibt es hier.

   
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