Reiner Pohl-Thur war sauer. „Wir haben leichtfertig einen Punkt verschenkt und müssen aufpassen, nicht in den Abstiegsbereich abzugleiten“, sagte der Co-Trainer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg, nachdem sein Team in der Handball-Oberliga einen möglichen Sieg beim TV Fischbek aus der Hand gegeben hatte. Beim abstiegsbedrohten Aufsteiger reichte es nur zu einem 25:25 (13:13), Pohl-Thur war hörbar angefressen: „Ohne Kampf kann man auch dort nicht gewinnen.“

Als erstes Team setzte sich Fischbek ab (8:5/17.), dann aber raufte sich die HSG – befeuert durch starke Paraden von Torwart Daniel Schäfer – zusammen, glich zum 8:8 aus (20.) und ging selbst mit 10:8 in Führung (22.). Doch Fischbek kämpfte sich zurück, mit 13:13 ging es in die Pause. Auch die saftige Ansprache von HSG-Trainer Reiner Peetz fruchtete nur kurz. Mit 17:15 lag die HSG vorn (35.), ließ dann aber Fischbek zurückkommen und in Führung gehen (19:17/43.). Die Partie blieb eng, doch beim Stand von 25:23 (55.) für die HSG sah es zumindest nach einem Happy-End aus. „Wir haben dann aber wieder etliche Chancen liegen gelassen“, ärgerte sich Pohl-Thur. Trotz weiterer Schäfer-Paraden kamen die Gäste auf 24:25 heran (59.) und zehn Sekunden vor dem Abpfiff zum Ausgleich. Der Auswärtssieg war weg, die Laune im Keller. 

Schülp/W’feld/Rendsburg: Schäfer, Tietjens – Sawitzki, Hartwig, Pieper (4/2 Siebenmeter), Jüschke (2), Dau (4), Seehase, Cardis (3), Ranft (4), Bünger (1), Kohnagel, Reick, Walder (7/3)

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 16.01.2017.

   
© ALLROUNDER