Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg konnte ihre Negativ-Serie in der Handball-Oberliga der Männer beim TuS Esingen nicht beenden. Das 27:28 (12:13) in Tornesch war bereits das fünfte sieglose Spiel in Folge für den Aufsteiger. Besonders bitter für die HSG: Esingens Benedikt Vollbehr erzielte den Siegtreffer zwei Sekunden vor dem Abpfiff. Damit bleibt Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg Tabellenachter, kann aber am kommenden Wochenende von der SG Hamburg-Nord noch auf Platz 9 verdrängt werden. „Bei uns machte sich der Kräfteverschleiß bemerkbar. Besonders die zuletzt Grippeerkrankten hatten am Ende keine Kräfte mehr“, nannte HSG-Co-Trainer Reiner Pohl-Thur als Hauptgrund für die Niederlage.

Vor allem in der Schlussviertelstunde schwanden den Gästen mehr und mehr die Kräfte. In der 44. Minute hatte Malte Pieper sein Team mit 21:17 in Führung gebracht. Es war nach dem 18:14 der höchste Vorsprung der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Doch die Gäste konnten diesen Vorteil nicht nutzen. „In den letzten 15 Minuten haben wir vor allem in der Abwehr nicht mehr so konzentriert gearbeitet“, monierte Pohl-Thur. Es wurde nicht mehr schnell genug verschoben und nicht energisch genug zugepackt. Doch nicht nur in der Abwehr hatten die Gäste so ihre Probleme. Im Angriff zeigten lediglich Malte Pieper und Christian Cardis Normalform. „Es ist schon bezeichnend, wenn die beiden Außen zu den besten Schützen zählen. Aus unserem Rückraum kam zu wenig“, resümierte Pohl-Thur. Die Folge: Angeführt vom überragenden Max-Lennart Albrecht, der insgesamt zwölf Tore erzielte, kamen die Gastgeber wieder heran, schafften beim 23:23 (51.) den Ausgleich. Zwar konnte sich Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg noch einmal auf zwei Tore absetzen (25:23, 53.) und den Zwei-Tore-Vorsprung bis zum 27:25 (55.) verteidigen, blieb in den verbleibenden fünf Minuten aber ohne Torerfolg. Und so kam es, wie es kommen musste. Tim Rohwedder verkürzte auf 26:27 (56.), Benedikt Vollbehr egalisierte zum 27:27 (57.). Die Gastgeber hatten nun das Momentum auf ihrer Seite und nutzten es. Mit dem finalen Angriff erzielte Vollbehr zwei Sekunden vor Ultimo das 28:27.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Schäfer, Tietjens – Sawitzki, Pieper (8), Jüschke (2), Petriesas (3/1), Seehase, Cardis /4), Ranft (3), Bünger (1), Kohnagel 1), Reick, Walder (5).

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 13.12.2016.

 

   
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