Handball-Oberliga der Männer: Nur 28:28 gegen den FC St. Pauli / Zehn Tore von Niklas Ranft

Nicht hochklassig, aber spannend – das war das Fazit der Partie in der Handball-Oberliga der Männer zwischen der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg und dem FC St. Pauli. Nach 60 intensiven Minuten trennten sich beide Teams mit 28:28 (14:16). „Das war ein Spiel für die Zuschauer, aber nicht unbedingt ein Spiel für die Trainer“, sagte HSG-Co-Trainer Reiner Pohl-Thur mit Blick auf den Spannungsbogen. Denn in der Schlussphase hatten beide Mannschaften noch die Möglichkeit, beide Punkte auf dem Konto zu verbuchen, doch weder die Gastgeber noch die Hamburger konnten nach dem 28:28 Kapital aus dem Ballbesitz schlagen. Unterm Strich dürften die Westerrönfelder mit der Punkteteilung aber zufriedener sein als die Gäste, denn in den gesamten 60 Minuten lag die HSG nicht einmal in Führung.

Nach verhaltenem Start (4:7, 11.) konnte Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg beim 12:12 (25.) ausgleichen, fiel aber bis zum Seitenwechsel auf 14:16 zurück. Im zweiten Spielabschnitt baute St. Pauli die Führung sogar auf 21:17 (42.) aus, doch die HSG gab sich nicht geschlagen und glich durch Malte Pieper zum 22:22 (49.) aus. Von da an legte der Gast stets einen Treffer vor. „Während St. Pauli lange, konzentrierte Angriffe spielte und sicher abschloss, wollten wir zu schnell nachziehen und machten Flüchtigkeitsfehler“, analysierte Pohl-Thur. Deshalb habe man es auch nicht geschafft, die Führung an sich zu reißen. Immerhin rettete der einmal mehr überragende Niklas Ranft mit seinem Treffer zum 28:28 eineinhalb Minuten vor dem Abpfiff den Gastgebern das Remis. 

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Schäfer, Tietjens – Sawitzki (1), Hartwig, Pieper (5), Jüschke (1), Petriesas (7/1), Seehase, Cardis (2), Ranft (10), Bünger, Kohnagel (2), Reick, Walder.

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 05.12.2016.

   
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