Handball-Oberliga der Männer: HSG kassiert acht Sekunden vor dem Ende beim TSV Hürup das 31:31

Acht Sekunden fehlten den Oberliga-Handballern der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg zum möglichen Sieg beim TSV Hürup. Die Uhr in der Paul Jensen Halle zeigte 59:52 Minuten, als Carsten Alexander Ewers zum 31:31 (15:12)-Endstand für die Gastgeber traf. „Natürlich ist das ärgerlich. Aber wir sind mit dem einen Punkt nicht unzufrieden. Die Mannschaft hat super gekämpft und immer an ihre Chance geglaubt“, sagte HSG-Co-Trainer Reiner Pohl-Thur, dessen Team den heimstarken Rand-Flensburgern den ersten Punktverlust in der eigenen Halle beibrachte.

In den ersten 30 Minuten bereitete der starke Rückraum des Gastgebers um Nils und Ove Jensen sowie Julian Fintzen der HSG einige Probleme. 12 der 15 Tore in Durchgang 1 ging auf das Trio des TSV Hürup. „Nach der Pause hat sich unsere Deckung stabilisiert. Wir haben die drei immer besser in den Griff bekommen“, berichtete Pohl-Thur. Dennoch bestimmten die Rand-Flensburger zunächst weiter die Partie, lagen beim 19:16 (38.) und 24:21 (45.) erneut mit drei Toren in Front. „Die Jungs haben sich aber immer mehr ins Spiel hineingekniet“, lobte Pohl-Thur. Der Lohn war der Ausgleich beim 24:24 (49.). In der spannenden Schlussphase schien die Partie dann zugunsten der Gäste zu kippen. „Wir hatten vielleicht ein paar Körner mehr als Hürup“, so Pohl-Thur. Mark Walder erzielte beim 30:29 (58.) die erste HSG-Führung seit dem 3:2. Zwar glichen die Hausherren postwendend aus, doch Christian Cardis brachte die Gäste erneut in Front (31:30/59.). Und 51 Sekunden vor dem Abpfiff bekam die HSG einen Siebenmeter zugesprochen. Doch Malte Pieper brachte den Ball nicht im Tor unter und mit dem finalen Angriff gelang Ewers das glückliche 31:31 für den TSV. Pohl-Thur: „Es wäre ein Sieg möglich gewesen, wenn sich unsere Deckung eher stabilisiert hätte. Dann hätten wir wahrscheinlich auch die nötige Sicherheit im Angriff gehabt.“

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Schäfer, Tietjens – Sawitzki (1), Pieper (8/2), Jüschke (5), Petrisas (3/1), Seehase, Cardis (4), Ranft (3), Bünger, Reick, Kohnagel (1), Walder (6/1).

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 28.11.2016.

   
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