In der Handball-SH-Liga der Männer kassierte die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg mit dem 32:36 bei der HSG Marne/Brunsbüttel die nächste Niederlage. Und wieder einmal zeigte das Paul-Team große Schwächen in der Abwehr.

Das Jahresende 2015 entwickelt sich für die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg in der Handball-SH-Liga der Männer zu einem Auf und Ab. Nach vielen Siegen begann der November mit zwei Niederlagen, dann folgte ein Sieg und vorgestern nun die nächste Niederlage. Die HSG Marne/Brunsbüttel gewann mit 36:32 (15:14). Das ist insofern ärgerlich, weil Volker Paul eigentlich nach der ersten Niederlage gehofft hatte, dass sich die HSG bis Weihnachten relativ schadlos hält, um weiter im Meisterrennen mitlaufen zu können. Nun beträgt der Abstand auf den Tabellenführer jedoch schon sieben Punkte.

„Wer zu viele Fehler macht, verliert das Spiel und wer ohne Abwehr spielt, hat keine Chance“, resümierte der HSG-Trainer nach der Partie. 36 Gegentore – da kommen dunkle Erinnerungen hoch, denn auch die HSG Tarp/Wanderup und die HSG Ostsee schenkten der HSG bei ihren Siegen so viele Tore ein. „Das war eine komplette Arbeitsverweigerung in der Abwehr“, schimpfte Paul über die erste Halbzeit seiner Mannschaft. Am knappen Pausen-Ergebnis lässt sich sein Ärger gar nicht nachvollziehen, denn das 14:15 bedeutete noch längst keine Vorentscheidung. Trotzdem war Paul unzufrieden – und das auch mit der Angriffsleistung. „Wir hatten viele Fehlversuche im Tempogegenstoß und von außen. Lediglich Niklas Ranft, Christoph Sawitzki und Simon Treziak haben uns in der ersten Halbzeit im Spiel gehalten“, meinte Paul.

Er probierte, taktisch einzugreifen, aber keine seiner Deckungsformationen brachte den gewünschten Erfolg. Von 6:0 wurde die HSG immer offensiver und nahm letztlich sogar zwei Gegenspieler in Manndeckung, doch es half nichts: Marne traf weiter in fast jedem Angriff und hebelte jede Westerrönfelder Deckung aus. Pauls Team führte jedoch zwischenzeitlich immer wieder (22:21, 25:23), denn Jens-Christian Woldt und Niklas Ranft trafen ebenfalls sicher. Erst nach dem 27:27 schaffte Westerrönfeld es nicht mehr, noch einmal vorzulegen. Paul: „Hier fehlte uns auch Patrick Petriesas als Alternative. Wir haben uns durch schwache Abschlüsse selbst bestraft und weiter individuelle Abwehrfehler gemacht.“ Petriesas hatte sich im Abschlusstraining die Mittelhand gebrochen und fehlt damit mittelfristig. Die Partie blieb bis zur Schlussphase offen (30:31), doch die letzten Minuten gehörten den Gastgebern aus Marne, die mit einem 5:2-Lauf alles klar machten. „Marne hat als Team aus dem unteren Mittelfeld nicht überragend gespielt. Aber bei uns müssen alle Spieler ihre Leistung abrufen und in der Abwehr arbeiten wollen, um als Sieger vom Feld zu gehen. Das ist heute nicht geschehen“, ärgerte sich Paul über die vermeidbare Niederlage.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Tietjens, Treziak, Henningsen – Pieper (2), Sawitzki (3), Walder, Reick (1), Cardis (3), Seehase (2), Ranft (7), Thorsten Hartwig, Bünger (1), Kohnagel (3), Woldt (9/1).

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 07.12.2015.

Es gibt noch freie Plätze im Ferienlager!! Nutzt die Chance und seit dabei!! Es sind unter den Betreuern auch einige erfahrene Handballer aus der HSG, die auch den handballerischen und sportlichen Aspekt des Ganzen hochhalten werden!! Also anmelden, anmelden, anmelden!

Anmeldeschluss ist der 31.12.2015, also beeilt euch :-)

     

Jonas Ruhnke, Jahrgang 2001 aus Ellerdorf, startete 2007 als Mini bei der HSG Nortorf. 2009 verließ Jonas aufgrund von mangelnden Trainingsmöglichkeiten zusammen mit seinem ein Jahr älterem Bruder den Verein in Richtung THW Kiel.

Der dortige Trainer Marcus Meyer war der bisher wichtigste Trainer in Jonas Leben, der ihn individuell förderte. Als der ältere Bruder eine Klasse höher spielte, stellte sich die Frage, ob Jonas dann ebenfalls ein Jahr früher in der höheren Altersklasse spielen sollte oder ob er bewusst in seiner Altersklasse bleibt.

Gemeinsam mit dem Trainer wurde entschieden, ihn in seiner Altersklasse spielen zu lassen. Glücklicherweise unterstütze der handballbegeistere Opa Dieter Fingerloos, der die zusätzlichen Fahrdienste mit übernahm. Noch heute reist der Opa stets als Fahrer, Video-Experte und treuer Fan mit.

Es war die richtige Entscheidung: Jonas bekam dort sehr viel Selbstbewusstsein, wurde zu einem wichtigen Spieler. Die junge THW-Mannschaft nahm an tollen Turnieren teil, spielte in Berlin und sogar in Schweden beim Partille Cup gegen andere Nationen.

Als 2013 klar wurde, dass sich der Trainingsaufwand auf 4 Mal pro Woche erhöhen würde, musste sich die Familie gegen den THW entscheiden.

Jonas kehrte wieder zum HSG Nortorf zurück, spielte dort bis 2015. Dort konnten seine Fähigkeiten leider nicht weiter gefördert werden. Als Jonas zusammen mit Hendrik Pries 2014 in die Kreisauswahlmannschaft nach Neumünster kam und wieder an qualifiziertem Training teilnehmen konnte, wuchs der Wunsch bei den beiden,  in einer Handballmannschaft zu spielen, in der sie wieder Spaß und Lust auf Handball hätten und auf andere handballbegeisterte Jungs treffen.

Zusammen mit Hendrik und seiner Familie wurde entschieden,  dass die beiden Jungs zur HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg in die mC1 wechseln.

Dazu das Fazit von Jonas Familie: „Es war die richtige Entscheidung! Hier fanden die Beiden engagierte und begeisterte Trainer, ein tolles Training, genauso handballbegeisterte Kinder wie sie selbst, engagierte Eltern, also ein großes Ganzes, zu welchem sie gerne dazugehören wollten.  Wir wurden so nett aufgenommen. Vielen Dank dafür!“

Jonas wurde nach der Kreisauswahl zum Stützpunktraining der Landesauswahl in Bad Bramstedt vorgeschlagen. Im Dezember 2015 ist Jonas in den Förderkader des HVSH berufen worden und wird vom 11.-13.12.15 am ersten Lehrgang teilnehmen

Die HSG S/W/RD ist stolz auf unseren Spieler und wünscht Jonas viel Erfolg.

In der Handball-SH-Liga der Männer bezwang die HSG SChülp/Westerrönfeld/Rendsburg den ATSV Stockelsdorf mit 34:31. Durch den Sieg rückte das Team von Trainer Volker Paul auf den dritten Tabellenplatz vor.

Abgehoben: Christopher Sawitzki (rechts) von der HSG Schülp/Westerrönfeld/RD versucht, Stockelsdorf Sören Schäfer mit einem Sprungwurf zu überwinden.

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg hat sich nach der ärgerlichen Niederlage gegen den TSV Alt Duvenstedt durch einen 34:31 (15:17)-Sieg in der Handball-SH-Liga zurückgemeldet. Dank der Niederlage des TSV Kronshagen gegen den TSV Mildstedt schiebt sie sich auf den dritten Tabellenplatz vor.

Trotz schlechter Vorzeichen – Jens-Christian Woldt und Finn Kohnagel konnten nicht mitspielen – durfte der ATSV Stockelsdorf am Sonnabend nur bis zur 48. Minute auf einen Sieg hoffen. „Wir starteten holprig und kamen erst nach der Auszeit ins Spiel“, sagte HSG-Trainer Volker Paul, dessen Team zunächst mit 2:5 hinten lag und schon in der 7. Minute einer „trainerlichen Neukalibrierung“ bedurfte. Ein Neuzugang half danach mit, dass Westerrönfeld in die Spur kam. Jörg Henningsen steht seit kurzem für Punktspiele bereit und hütete am Sonnabend das Tor. Der erfahrene Keeper (Jahrgang 1974) hielt gut und half dabei, dass Westerrönfeld mit 9:7 in Führung gehen konnte. Den Stockelsdorfer Haupttorschützen Moritz Molt und Finn Schäfer war es allerdings anzulasten, dass Westerrönfeld schnell wieder mit 9:13 in Rückstand geriet und auch zur Pause noch hinten lag (15:17). Insgesamt waren Molt und Schäfer mit zusammen 19 Toren nicht in den Griff zu kriegen, was allerdings auch für den sehr gut aufgelegten Malte Pieper galt, der alleine 15 Tore warf. Gemeinsam mit Niklas Ranft und Patrick Petriesas sorgte er für die nötigen HSG-Tore. Es dauerte bis wenige Minuten vor Schluss, bis der ATSV besiegt war. In der Endphase übernahm die HSG von 24:26 über 26:26 die Führung, die bis zum Ende Bestand hatte. „Wir haben unsere Fehlversuche minimiert und Jörg Henningsen hat seine Erfahrung ausgespielt. Es war ein toll erkämpfter Sieg des ganzen Teams, in dem jeder alles gegeben hat“, freute sich Paul nach dem Abpfiff über die gewonnen Punkte.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Tietjens, Treziak, Henningsen – Pieper (15/5), Petriesas (8/2), Sawitzki (1), Walder, Reick (1), Cardis (2), Seehase, Ranft (7), T. Hartwig, Bünger.

Die weibliche Jugend A und ihre Trainer bedankt sich bei Maren Rohwer, Inhaberin der Krankengymnastikpraxis in Westerrönfeld, für die Ausstattung mit neuen Aufwärmtrikots.

   
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