Einsatz fraglich: Niklas Ranft ist angeschlagen.

Einsatz fraglich: Niklas Ranft ist angeschlagen.

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD bangt vor dem Spitzenspiel in der Handball-SH-Liga gegen den TuS Lübeck um den Einsatz von Niklas Ranft und Jens-Christian Woldt. Beide sind angeschlagen.

HSG Schülp/W’feld/RD – TuS Lübeck (Sbd., 19 Uhr)

 

Steht die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD zu Recht ganz oben in der Tabelle? Nach der Niederlage am vergangenen Wochenende gegen den TSV Kronshagen (33:34) scheint es nicht so, den Gegenbeweis können die Spieler von Volker Paul jedoch gegen den TuS Lübeck 93 erbringen. Zur ungewohnten Anwurfzeit um 19 Uhr kommt der Tabellenzweite zum Topspiel in die Heidesandhalle. „Es ist ein Heimspiel, wir wollen gewinnen und können das auch, wenn wir die Leistung der ersten zwei Heimspiele wiederholen“, ist sich Paul sicher. Der bisherige Saisonverlauf beider Teams liest sich sehr ähnlich. Jeweils 8:2 Punkte und um die 30 Tore in der positiven Tordifferenz unterstreichen die Ambitionen. Was allerdings auffällt, ist, dass Westerrönfeld bislang deutlich häufiger traf und auch mehr Treffer kassierte. Es wird also auch darauf ankommen, dass die HSG-Abwehr sicher steht, denn „der Gegner hat einen gut ausgestatteten Rückraum“, wie Paul weiß. Die eigenen Aufbauspieler könnten ihm allerdings am Sonnabend fehlen. Niklas Ranft, der nach einer durchwachsenen ersten Saison in Westerrönfeld seit Saisonbeginn zu den Leistungsträgern zählt, verletzte sich gegen Kronshagen am Fuß und kann vielleicht nicht mitspielen, ebenso ist Jens-Christian Woldt auch angeschlagen. „Wenn beide fehlen, dann wird es eng“, glaubt Paul, der auch auf Marvin Sievers und Thorsten Hartwig verzichten muss. Daher wird Paul seinen Kader mit A-Jugendlichen aufstocken.

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 10.10.2014

Am 5. Spieltag der Handball-SH-Liga hat es auch die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg erwischt.

Das Team von Trainer Volker Paull kassierte beim TSV Kronshagen mit 33:34 (15:16) die erste Saisonniederlage, bleibt aber aufgrund der besseren Tordifferenz gegenüber dem TuS Lübeck Tabellenführer.

Die Partie begann für die Gäste bereits erschreckend, als Dany Jüschke einen Abpraller Niklas Ranfts ergatterte und unbedrängt das leere Tor um satte drei Meter in der Höhe verfehlte. Da der Torhüter nach gerade neben seinem Kasten unterwegs war, hätte Jüschke einfach nur treffen müssen. „Das war symptomatisch für das ganze Spiel, wir konnten einfach zu keiner Zeit an die geschlossene Leistung der letzten Wochen anknüpfen“, kritisierte Volker Paul sein Team. Nach der großartigen Leistung im Pokalspiel gegen die SG Wift (zehn Tore) konnte Ranft diesmal nicht Gleiches vollbringen. Schlimmer noch, der Halbrechte musste sogar kurz vor der Halbzeit verletzt aufhören. Dafür war Jens-Christian Woldt glänzend aufgelegt und das trotz einer Erkältung, die nur kurze Einsätze zuließ. „Er war mit Magnus Hannemann einer von zweien, die zu überzeugen wussten. Der Rest zeigte nur wechselnde Leistungen“, meinte Paul. Seine Mannschaft gestaltete die Partie trotzdem in der ersten Hälfte ausgeglichen und korrigierte sogar einen 10:13-Rückstand zum 15:16 zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel gerieten die Gäste mit 17:22 ins Hintertreffen und liefen dem Fünf-Tore-Rückstand bis zum 25:30 hinterher. In den letzten zehn Minuten ließ Paul in der Abwehr offensiver decken, sodass seine Mannschaft zu einigen Ballgewinnen kam, Tor um Tor aufholte und in der 59. Minute den 33:33-Ausgleich erzielte. Doch Kronshagens Finn Detlefsen traf kurz vor Schluss in Überzahl per Freiwurf zum 34:33-Endstand. „Die Ausfälle, die angeschlagenen Spieler und eventuell das Pokalspiel sind sicher Ursachen für die Niederlage, aber auch die schwache Abwehrleistung mit zum Teil fehlender Laufbereitschaft sowie eine schwache Wurfausbeute haben dazu beigetragen“, meinte Paul mit Blick auf die Statistik, die 25 Fehlwürfe, zehn technische Fehler und fünf vergebene Strafwürfe aufwies.

 

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen, Tietjen – Jüschke (3), Reick, Seehase , Pieper (1), Hannemann (9), Cardis (2), Ranft, Sawitziki, Woldt (10/3), Fisch (8), Sievers (1).

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 06.10.2014

50 Minuten lang schnupperte die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg an einer Sensation. 26:25 lagen die ersatzgeschwächten Gastgeber, die auf die Leistungsträger Patrick Petriesas, Janek Fisch und Jens-Christian Woldt sowie auf Torsten Hartwig und Philip Moreau verzichten mussten, in Führung, ehe die favorisierte SG Wift in der Schlussphase die Partie noch umbog. „Uns fehlte am Ende einfach die Kraft“, meinte HSG-Coach Volker Paul, der bis dahin einen „couragierten Auftritt“ seines jungen Teams gesehen hatte. Vor allem die beiden A-Jugendlichen Christopher Sawitzki und Justin Hartwig sowie Finn Reick und Magnus Hannemann wussten zu gefallen. Die Zuschauer in der gut gefüllten Heidesandhalle rieben sich in der Anfangsphase verwundert die Augen. Nicht die hoch gelobte SG Wift bestimmte die Partie, sondern der klassentiefere SH-Ligist. Erst als Paul vermehrt durchwechselte, geriet die HSG aus dem Rhythmus, verspielte innerhalb kürzester Zeit einen Vier-Tore-Vorsprung (8:4, 17.) und lag beim 8:9 (21.) erstmals hinten. HSG-Haupttorschütze Niklas Ranft bekam aufgrund einer Erkältung und mit Blick auf die Punktspielpartie heute Abend beim TSV Kronshagen immer wieder Pausen verordnet. Doch die Paul-Truppe fing sich wieder und holte sich noch vor dem Seitenwechsel die Führung wieder zurück. Zu Beginn der zweiten Hälfte konnten sich die Gastgeber erneut auf vier Tore absetzen (20:16, 38.) und hielten diesen Vorsprung bis zum 24:20. Aufgrund des kleinen Kaders machte sich in der Schlussviertelstunde der Kräfteverschleiß bei der HSG aber zunehmend bemerkbar, so dass die SG Wift noch zum erwarteten Sieg kam. „Das 28:34 spiegelt nicht den Spielverlauf wider“, meinte Paul, der trotz des Ausscheidens nicht unzufrieden war: „Wir haben verloren, aber trotzdem gewonnen. Das war beste Werbung für den Handball.“

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen (1.-50.), Tietjen (ab 50.) – Jüschke (1), Reick (2), Seehase (1), Pieper (3/1), Hannemann (3), Cardis (2), Ranft (10/1), Sawitziki (5), J. Hartwig (1).

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 04.10.2014

Patrick Petriesas erzielte gegen Tills Löwen neun Treffer.

Patrick Petriesas erzielte gegen Tills Löwen neun Treffer.

 

Die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gewinnt mit 37:30. Ein Trio erzielt mehr als die Hälfte der Tore.

Auch ohne Jens-Christian Woldt läuft es: Das war für Trainer Volker Paul die wichtigste Erkenntnis nach dem 37:30 (17:14)-Erfolg seiner HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gegen die HSG Tills Löwen. Denn im Duell mit den unbequemen „Löwen“ um die zweitligaerfahrenen Peter Kasza und Moritz Molt (beide ehemals VfL Bad Schwartau) musste der Tabellenführer der Handball-SH-Liga auf seinen Haupttorschützen verzichten. Doch auch ohne Woldt (privat verhindert) kam die HSG im vierten Spiel zu ihrem vierten Sieg – und das quasi mit links. „Unsere linke Seite waren heute bärenstark“, meinte Paul mit Blick auf die Torschützenliste, die von Patrick Petriesas (9 Tore) und Niklas Ranft (8) angeführt wurde. Rechtsaußen Christian Cardis konnte sich vier Mal eintragen, so dass mehr als die Hälfte aller HSG-Treffer auf das Konto der drei Linkshänder ging.

Doch auch andere Akteure erhielten nach dem Abpfiff ein Lob vom Trainer. Kreisläufer Dany Jüschke glänzte zum Beispiel als Gegenstoßspezialist. Paul: „So schnell vorne habe ich ihn noch noch gesehen.“ Und Torhüter Andreas Tietjens ließ die gegnerischen Schützen ein ums andere Mal verzweifeln. Paul: „Er hat auf einem konstant hohen Niveau gehalten, so dass ich keine Notwendigkeit gesehen habe, ihn auszuwechseln.“

So kamen die Hausherren gegen die physisch starken, aber wenig austrainierten „Löwen“ nur Mitte der ersten Halbzeit etwas vom Weg ab, als sie eine 10:7-Führung aus der Hand gaben und mit 11:12 in Rückstand gerieten. „In dieser Phase hatten wir etwas Probleme mit der weichen Regelauslegung der Schiedsrichter und haben unnötige Zeitstrafen kassiert“, meinte der HSG-Coach. Doch beim 17:14 zur Pause konnte Paul schon wieder entspannter dreinblicken. Und als sein Team in der ersten Viertelstunde nach Wiederanpfiff auf 30:23 davonzog, gab es keinen Zweifel mehr am späteren Sieger, zumal die Gäste mehr und mehr konditionelle Probleme bekamen. „Und wir waren auch taktisch besser“, resümierte Paul. „Bei den Tills Löwen war zu viel auf Molt und Kasza zugeschnitten. Wir waren wesentlich variabler.“ In der Schlussphase opferte der HSG-Coach einen höheren Sieg zugunsten der Spielpraxis für die Bankspieler. So kamen in den letzten Minuten Christopher Sawitzki, Justin Hartwig und Finn Reick zum Einsatz. Paul: „Sicherlich hätten wir höher gewinnen können. Aber die Jungs sollten sich auch noch die Hörner abstoßen. Wir brauchen schließlich jeden Spieler.“ Und nicht nur Jens-Christian Woldt.

HSG Schülp/W’feld/RD: Tietjens (1.-60.), Martensen (bei einem Siebenmeter) – Sawitzki, Hartwig, Pieper (3/1), Jüschke (6), Fisch (5), Petriesas (9/1), Seehase, Hannemann, Cardis (4), Ranft (8), Reick (2).

 

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 29.09.2014

13:14 verlor die HSG Schülp/Westerrönfeld/RD am Sonntag gegen die HSG Kremperheide/Münsterdorf – zum Glück allerdings nur das Duell der beiden Top-Torschützen der Partie. Unglaubliche 27 Tore warfen allein Westerrönfelds Jens-Christian Woldt und Münsterdorfs Malte Meisik – und das trotz „Backe“-Verbots.

Dass allerdings am Ende die HSG aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde mit 46:32 (22:14) gewann, lag daran, dass Volker Pauls Team neben Woldt noch weitere Akteure hatte, die dem neuen Spitzenreiter der Schleswig-Holstein-Liga den Kantersieg sicherten. Janek Fisch traf sieben Mal, Malte Pieper auch und Niklas Ranft steuerte weitere fünf Treffer bei. Dieser Überlegenheit hatte Münsterdorf nur bis zum 8:8 etwas entgegenzusetzen, danach kam der Landesliga-Aufsteiger gegen den Oberliga-Absteiger immer mehr unter die Räder. Stabilisiert durch die ansprechende Torhüterleistung von Andreas Tietjens und durch die erwähnte Wurflaune Woldts, der glücklicherweise nach seiner Roten Karte im letzten Spiel nicht gesperrt worden war, setzte sich Westerrönfeld bis zur Pause auf acht Tore ab (22:14). Hoch anzurechnen ist der Mannschaft, dass sie in der zweiten Hälfte die Führung nicht nur verwaltete, sondern immer weiter ausbaute. „Das lag auch daran, dass ich zur Pause nur auf einer Position gewechselt habe. Deshalb haben wir gleich weiter zugeschlagen“, erklärte Paul.

Schnell war der Zehn-Tore-Vorsprung erreicht (26:16) und blieb lange bestehen (28:18), bis Münsterdorf endgültig die Segel strich und sich mit 14 Toren verabschiedete. „Wenn es etwas zu kritisieren gab, dann unsere rechte Abwehrseite. Die 14 Treffer Meisiks sind sieben zu viel, weil seine Gegenspieler immer schon in Gedanken beim eigenen Gegenstoß waren, statt erst mal ordentlich zu verteidigen“, sagte Paul. Nach drei Spieltagen und der Tabellenspitze ist es Zeit für das erste Resümee: „Ich glaube, dass wir gemeinsam mit Tarp, Alt Duvenstedt und Lübeck um die Meisterschaft spielen werden. Dafür ist unser Angriff bereits bestens eingespielt, 117 Tore in drei Spielen sprechen dafür. Dass wir allerdings im Schnitt auch 30 Treffer gegen Mannschaften des unteren Drittels kassiert haben, ist viel zu viel. Da müssen wir in der nächsten Zeit ansetzen“, analysiert Paul den gelungenen Saisonauftakt.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Tietjens (1.-50.- 13 Paraden), Martensen (ab 50.- 5 Paraden) – Sievers (2), Jüschke (3), Fisch (7), Petriesas (4/2), Woldt (13/3), Reick, Seehase, Pieper (7/1), Hannemann (3), Cardis (2), Ranft (5)

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 22.09.2014

   
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