Hier sind die News zur Saison 2014/2015

Am Boden zerstört war nicht nur Patrick Petriesas.

Am Boden zerstört war nicht nur Patrick Petriesas.

Durch eine 28:29-Niederlage gegen die HSG Tarp/Wanderup hat die HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg am letzten Spieltag den schon sicher geglaubten Titel in der Handball-SH-Liga doch noch aus den Händen gegeben.

Es war das große Finale einer tollen Saison. Nur ein Sieg hätte der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg am Sonnabend gefehlt und sie wäre als Meister der Schleswig-Holstein-Liga direkt in die Handball-Oberliga aufgestiegen. Den gab es gegen die HSG Tarp/Wanderup aber nicht. Das 28:29 (17:16) war der Nadelstich, der alle Meisterschaftsträume jäh zerplatzen ließ.

Natürlich kämpften die Spieler von Trainer Volker Paul wie die Besessenen. Und auch Tarp legte sich, sicherlich auch zusätzlich durch Versprechungen des TuS Lübeck motiviert, mächtig ins Zeug. So ergab sich eine Partie, die so eng und umkämpft verlief, als machten die Kontrahenten den Titel direkt untereinander aus. Trotz einer zwischenzeitlichen 7:4-Führung schaffte Westerrönfeld es schon in der ersten Halbzeit nicht, sich abzusetzen, sondern lag später mit 10:11 zurück, ehe es mit einem knappen Vorsprung in die Kabine ging. Volker Paul konnte sich auf seine Stammkräfte diesmal nur bedingt verlassen. Zwar traf Jens-Christian Woldt sieben Mal, Niklas Ranft sechs und Malte Pieper vier Mal, aber die Quoten stimmten nicht. „Jens wirft zehn Fahrkarten und unsere Außenspieler Cardis und Pieper haben nur eine Quote von 50 Prozent statt wie sonst 80 Prozent. Die Tore fehlten uns, wenngleich wir im Angriff gut gespielt haben“, meinte Paul.

Das Manko sah er gegen die sehr gut aufgelegten Tarper Rückraumschützen aber in der Deckung. „Da standen wir zu schlecht und lange fehlte auch die Torhüterleistung, um uns abzusetzen“, analysierte Paul. Leistungsgerecht wären seiner Meinung nach vier Treffer Abstand statt des einen zur Halbzeit gewesen. Nach dem Wiederanpfiff ermöglichte eine Schwächephase den Tarpern den 19:19-Ausgleich, anschließend fand Westerrönfeld nicht mehr in die Spur zurück. Als sich am Ende der Gästetrainer Matthias Hinrichsen, der mehrere Jahre in der Zweiten Bundesliga auf dem Buckel hat, selbst einwechselte und direkt erfolgreich war, trieb die Meisterschaft für die Gastgeber immer weiter weg und blieb unerreichbar. „Letztlich haben wir unser Saisonziel ja erreicht und jetzt noch die Möglichkeit, gegen den Zweiten der Hamburger Liga in der Relegation den Aufstieg klarzumachen. Es ist aber schon sehr ärgerlich, so kurz davor doch noch den Titel zu verspielen. Ich bin mir sicher, dass wir mit Dany Jüschke und Janek Fisch gewonnen hätten, aber sie waren nun einmal nicht fit“, sagte Paul enttäuscht. Der TuS Esingen wird Westerrönfelds Konkurrent sein, wenn am 18. April in Westerrönfeld und eine Woche später in Tornesch um den Aufstieg gespielt wird.

Böse Zungen behaupteten übrigens, dass die HSG-Verantwortlichen bereits Meisterschafts-T-Shirts besorgt hätten. „Davon weiß ich nichts, aber wenn dort Aufsteiger statt Meister draufsteht, dann kommen sie hoffentlich noch zur Geltung“, so Paul trocken.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen, Tietjens – Sawitzki, Moreau (1), Hartwig, Pieper (4), Jüschke, Petriesas (5), Woldt (7), Seehase (2), Hannemann (1), Cardis (2), Ranft (6), Sievers.

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 23.03.2015

Patrick Petriesas netzte in Henstedt-Ulzburg gleich 15-Mal ein.

Patrick Petriesas netzte in Henstedt-Ulzburg gleich 15-Mal ein.

Nach dem klaren 40:25-Erfolg bei Henstedt/Ulzburg II kann die HSG am Sonnabend den Titel einfahren.

So wichtig der Sieg der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gegen den SV Henstedt/Ulzburg II am Sonnabend war, so souverän gestalteten Volker Pauls Spieler ihn. Beim 40:25 (18:13) blieb nur eine Frage offen: Kann die HSG die starke Form noch eine Woche konservieren und im letzten Spiel gegen die HSG Tarp/Wanderup Meisterschaft und Aufstieg perfekt machen?

Schlagen die Leistungsträger genauso ein wie gegen Henstedt/Ulzburg, dann besteht eine gute Chance darauf, dass es ausreichende Gründe zum Jubeln geben wird. Im Sportzentrum Maurepass ließ keiner der Westerrönfelder ein notwendiges Engagement gegen den Tabellenvorletzten und Absteiger vermissen. Niklas Ranft begann die Partie überragend und war somit auch ein wenig selbst schuld daran, dass ihn der Gegner nach vier Toren beim Stand von 5:2 den Rest des Spiels in Manndeckung nahm. Dass so eine Manndeckung zwar einzelne Spieler in ihrem Gestaltungsspielraum einengen kann, dafür aber die restlichen mehr Platz zur Verfügung gestellt bekommen, stellte Patrick Petriesas eindrucksvoll unter Beweis. Über die gesamte Spieldauer erzielte er 15 Tore.

Bis kurz vor der Halbzeitpause allerdings ließen sich die Henstedter nicht abschütteln. „Wir waren in der Abwehr und bei vielen Angriffsaktionen unkonzentriert“, monierte Volker Paul, dass der SV mit 15:13 auf Tuchfühlung blieb. Erst die Schlussphase der ersten Halbzeit brachte etwas Entspannung, als Westerrönfeld drei Tore in Folge gelangen. Damit war der Bann gebrochen und der Gastgeber konnte dem eventuellen SH-Liga-Meister nicht mehr gefährlich werden. In der 44. Minute stand es 28:18 und in der Folge verteilte Paul die Spielanteile, experimentierte taktisch und richtete den Blick auf das nächste Wochenende. Als sicherer Zweiter wird die HSG wohl eine Relegation spielen dürfen oder im Fall des Nichtabstiegs des THW Kiel II aus der 3. Liga sogar direkt aufsteigen. Auf so etwas hoffen möchte der Trainer aber nicht. „Wenn wir gewinnen, sind wir Meister – also wollen wir gewinnen!“, so Paul.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Tietjens, Martensen – Moreau, Hartwig (4), Pieper (8), Jüschke, Petiresas (15), Woldt (2), Seehase, Hannemann (3), Cardis (1), Ranft (5).

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 16.03.2015

 

Herzlichen Glückwunsch zur Kreisoberliga-Meisterschaft 2014/2015

Erneut treffsicher: Linksaußen Malte Pieper steuerte sechs Tore zum 35:30-Erfolg über das Schlusslicht bei.

Erneut treffsicher: Linksaußen Malte Pieper steuerte sechs Tore zum 35:30-Erfolg über das Schlusslicht bei.

Es läuft weiter nach Plan für die Handballer der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg. Zwei Spieltage vor dem Saisonende steht das Team von Trainer Volker Paul auf dem ersten Platz der Schleswig-Holstein-Liga und hat beste Aussichten, als Meister in die Oberliga aufzusteigen. Daran konnte auch der Tabellenletzte SG Bordesholm/Brügge nichts ändern, wenngleich das Ergebnis von 35:30 (22:15) niedriger ausfiel, als man es hätte erwarten können.

Zum ersten Mal in der laufenden Saison warf das Schlusslicht auswärts 30 Tore – und dass dies ausgerechnet beim Tabellenführer gelang, ärgerte HSG-Trainer Paul dann doch etwas. „Beim 8:2 dachten einige Spieler wohl schon an das Spielende und stellten ihr Engagement in der Abwehr ein“, schimpfte er, auch wenn es mit 14:7 und 22:15 zur Pause nicht unbedingt eng wurde. Ohne den angeschlagenen Jens-Christian Woldt, der geschont wurde, stellten die Westerrönfelder die Weichen zwar auf Kantersieg, befuhren dieses Gleis im zweiten Durchgang aber nicht. „Die Abwehrleistung war teilweise einfach nur indiskutabel“, kritisierte Paul. Immerhin konnte er sich auf seinen Angriff größtenteils verlassen. Niklas Ranft, Christian Cardis und Malte Pieper liefen zu gewohnter Form auf, sodass auch das 28:24 zehn Minuten vor dem Ende kein Stolperstein auf dem Weg zu dem großen Ziel wurde. Im Tor durfte sich Gabriel Oviedo aus der eigenen A-Jugend über Einsatzzeiten freuen. Dabei zeigte er gute Paraden und trug dazu bei, dass bis zum Ende nichts mehr anbrannte. „Das Positive ist, dass wir zwei Punkte auf dem Weg zur Meisterschaft eingefahren haben und dass Tarp verloren hat“, freute sich Paul über den Patzer der Konkurrenz. Durch das 27:29 der HSG Tarp/Wanderup hat Westerrönfeld drei Punkte Vorsprung auf den Drittplatzierten. Das bedeutet, dass ein Sieg in zwei Wochen beim SV Henstedt-Ulzburg II den Aufstieg besiegeln könnte, wenn denn der zweite Platz dafür ausreicht. Volker Pauls Ziel heißt jedoch: Meister werden.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Oviedo, Martensen – Sievers (1), Ranft (8), Cardis (5), Hannemann (4), Seehase (3), Woldt (1/1), Petriesas (5/3), Jüschke, Pieper (6), Hartwig (1), Moreau (1)

Aus der Redaktion der Landeszeitung vom 02.03.2015

   
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