Hier sind die News zur Saison 2013/2014

vom 7. April 2014
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Der Abstieg der HSG Schülp/Westerrönfeld/RD ist nach dem 36:40 gegen TSV Hürup besiegelt.

Frust pur: Nach der Niederlage gegen Hürup verharrten die HSG-Spieler wie Dennis Schrader regungslos auf dem Hallenboden.

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Die Stimmung auf der Saisonabschlussfeier der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg am Samstagabend im Vereinsheim „Heidekroog“ hätte wahrlich besser sein können. Zum Feiern war niemandem so richtig zumute. Am Nachmittag konnten die Landesliga-Handballerinnen der HSG den Gang in die Kreisoberliga nicht vermeiden, am Abend erwischte es dann die erste Herrenmannschaft in der Oberliga. In eigener Halle gab es eine folgenschwere 36:40 (19:19)-Niederlage gegen den TSV Hürup. Da in den anderen Hallen alle Entscheidungen gegen die HSG fielen, stehen die Schülp/Westerrönfelder bereits einen Spieltag vor Saisonende neben dem TSV Alt Duvenstedt als zweiter Absteiger in die Schleswig-Holstein-Liga fest.  

Uneinholbare drei Punkte trennt die HSG vor Ultimo vom rettenden Ufer. Schluss. Aus. Vorbei. Und das trotz einer durchaus couragierten Leistung gegen den Tabellenfünften. „Ich kann der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Sie hat alles versucht. Es hat leider nicht gereicht“, resümierte Detlef Horst, der nach Spielschluss erst einmal um die passenden Worte ringen musste. Nicht nur der Co-Trainer hatte schwer am Ergebnis zu schlucken. Die Spieler verharrten mit regungsloser Miene auf dem Hallenboden. Manch einer fuhr sich mit der Hand durchs Gesicht. Und es waren nicht immer Schweißperlen, die da weggewischt wurden. „Wir haben aber nicht heute den Klassenerhalt verspielt. Hätten wir so eine Einstellung wie gegen Hürup in allen Spielen an den Tag gelegt, würden wir ganz anders dastehen“, meinte Horst.

55 Minuten begegnete man dem mit vielen ehemaligen drittligaerfahrenen Akteuren bestückten Gegner auf Augenhöhe. Doch eine kurze Phase der Unkonzentriertheit zwischen der 43. und 48. Minute brachte die Gastgeber um alle Früchte ihrer Bemühungen. Innerhalb von fünf Minuten machten die Hüruper aus einem 25:26-Rückstand eine 31:27-Führung. Jeder Fehler, jeder Fehlwurf der HSG wurde gnadenlos bestraft. „In dieser Phase hat man den Unterschied zwischen beiden Teams gesehen. Nicht umsonst stehen die so weit oben und wir unten“, konstatierte Horst. Zwar kämpfte sich seine Mannschaft noch einmal auf zwei Tore heran (33:35, 34:36), doch als Niklas Ranft beim Stand von 35:38 ein Fehlpass unterlief und Sjören Tölle per Gegenstoß das 39:35 (59.) für den TSV erzielte, war das Spiel entschieden. Die Hüruper hatten den Gastgebern jegliche Lust auf die anschließende Party genommen. Horst: „Das war eine ziemliche Frustfeier.“

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Burchert, Martensen – Hohnsbehn (2), Schrader (4/4), Jüschke (4), Fisch (1), Chr. Cohrt (2), Petriesas, Woldt (11/2), Seehase, Cardis (2), Ranft (6), Dethlefsen (4), Schöler.

VfL Bad Schwartau II – HSG Schülp/W’Feld/RD 36:26 (19:8)

Egal, ob die VfL-Reserve, die mit fünf A-Jugendlichen spielten, ihr Team verstärkt hatte oder nicht – für Westerrönfelds Co-Trainer Detlef Horst war klar: „Abstiegskampf sieht für mich anders aus!“ Die erste Halbzeit verpennte die HSG komplett. 1:7 war der erste ernüchternde Zwischenstand, 7:14 der nächste und zur Pause dachte niemand mehr ernsthaft über zwei Punkte nach (8:19). Keiner bei den Gästen schaffte es, die Weichen auch nur ein kleines Bisschen in Richtung Sieg zu stellen, sodass Bad Schwartau keine Probleme hatte, letztlich mit 36:26 zu gewinnen. Probleme bereitet der HSG jedoch weiterhin der Tabellenstand. Dem Vorletzten fehlen mittlerweile schon zwei Punkte zum Klassenerhalt. „Es ist noch alles möglich, es wird aber schwer“, urteilte Horst nach dem Abpfiff.

HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg: Burchert, Martensen – Moreau, Hohnsbehn (3), Schrader (4), Jüschke (1), Fisch, C. Cohrt (3), Woldt (7/4), Seehase (1), Cardis (2), Ranft (3), Schöler (2).

vom 24. März 2014
Aus der Redaktion der Landeszeitung

Die HSG rutscht nach dem 24:31 gegen Dithmarschen auf einem Abstiegsplatz. Alt Duvenstedts Wiederabstieg ist so gut wie besiegelt.

Hart zur Sache ging es im Spiel der HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg gegen Dithmarschen LH: Vor allem Schülps Niklas Ranft (rotes Trikot, gegen Andre Hennings) bekam mehrfach die Härte des Gegners zu spüren.

Foto: hobke

Ein rabenschwarzes Handball-Wochenende erlebten die Oberliga-Teams aus Hohn/Elsdorf, Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg und Alt Duvenstedt sowie die Frauen der HSG Kropp-Tetenhusen. Vier deftige Niederlage setzte es, wobei die für Alt Duvenstedt fast endgültigen Charakter hat, denn der TSV hat nur noch theoretische Chancen auf den Klassenerhalt.  

HSG Schülp/W’feld/RD – Dithmarschen LH 24:31 (11:15)

Anders als im Hinspiel, das Dithmarschen nur knapp mit 29:28 gewann, schafften es die Westerrönfelder diesmal nicht, Spannung zu erzeugen. Dabei begann der Spieltag mit einer guten Nachricht, denn Jens-Christian Woldt konnte trotz seiner Handverletzung aus dem Ellerbek-Spiel auflaufen. Neu in der Mannschaft war zudem Sven Pieper im Tor, der aus der vierten Männermannschaft den Weg ins HSG-Gehäuse fand. Trotzdem war das 1:0 die einzige Führung, über die sich die Gastgeber freuen durften. „Es mangelte wieder einmal an unserer Chancenverwertung“, kritisierte Co-Trainer Detlef Horst. Nach dem 2:6 kämpfte sich sein Team zwar auf 7:9 heran, lag zur Pause aber wieder mit vier Toren hinten (10:14). „In der Kabine hatten wir dann eigentlich abgesprochen, dass wir die Lustwürfe vermeiden, aber nach der Pause waren wir plötzlich von allen guten Geistern verlassen“, sagte Horst, der beobachten musste, wie sein Team nach dem 11:14 vorentscheidend mit 11:18 ins Hintertreffen. Über das gesamte Spiel schaffte es die HSG-Deckung nicht, die Dithmarscher Rückraumspieler Reiner Kobs (neun Tore) und Phillip Henrich (acht) in den Griff zu bekommen, während auf Seiten der HSG nur Niklas Ranft eine überdurchschnittliche Leistung bot und sieben Treffer erzielte. So wurde es im weiteren Verlauf immer bitterer, denn die Gäste führte zwischenzeitlich im so wichtigen Abstiegsduell mit 26:18. „Dithmarschen war einfach energischer und abgeklärter. Wir geben die Hoffnung aber trotzdem nicht auf. Es bleiben noch drei Spiele, in denen wir aus eigener Kraft noch den Klassenerhalt schaffen können“, so Horst kämpferisch.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Pieper, Burchert – Hohnsbehn, Schrader (2/2), Jüschke (3), Fisch (1), C. Cohrt (1), Woldt (3), Jöhnk (6), Cardis (2), Ranft (7), Dethlefsen, Schöler.

vom 17. März 2014, Aus der Redaktion der Landeszeitung

Neben der Niederlage gegen den TSV Ellerbek drückt die schwere Verletzung von Jens-Christian Woldt bei der HSG auf die Stimmung.

Pechvogel: Jens-Christian Woldt (rotes Trikot) zog sich im Spiel gegen Ellerbek vermutlich einen Kahnbeinbruch zu.

Foto: hobke

Es gab die erwartete Niederlage: In der Handball-Oberliga der Männer musste sich Abstiegskandidat HSG Schülp/Westerrönfeld/Rendsburg dem Tabellenzweiten TSV Ellerbek in eigener Halle mit 28:33 (12:17) geschlagen geben. „Mit ein wenig mehr Glück und Konzentration wäre es vielleicht ein engeres Spiel geworden und dann hätte man schauen müssen, was gegangen wäre“, analysierte Westerrönfelds Co-Trainer Detlef Horst. Der gehäufte Konjunktiv in seiner Aussage zeigt, dass das Gegenteil der Fall war. Der TSV Ellerbek wurde ab Mitte der ersten Halbzeit seiner Favoritenrolle gerecht und und erspielte sich die vorentscheidende Führung. Der erste Durchgang endete in vielerlei Hinsicht unrühmlich für die HSG. Zum einen aufgrund des 12:17-Rückstandes, zum anderen wegen einer Roten Karte für Janek Fisch, und außerdem wurde eine eklatante Siebenmeterschwäche offensichtlich, die auch Fisch zum Verhängnis wurde. Insgesamt landeten von zwölf zugesprochenen Strafwürfen nur fünf im Tor. „Das spricht für sich. Wäre nur die Hälfte verwandelt worden, hätten wir Ellerbek noch einmal unter Druck setzen können“, so Horst. Wieder so viel Konjunktiv, der nichts Gutes bedeutet. Und weiter in der Möglichkeitsform: Hätte Fisch besser gezielt, hätte er das Spiel beenden dürfen. So aber zimmerte er seinen Siebenmeterversuch in der 25. Minute genau ins Gesicht des Hamburger Torhüters Isaac Luarte-Correas und sah dafür die Rote Karte.

Der zweite Durchgang brachte weiter wenig Positives für die HSG. Ellerbek erhöhte auf 28:21. So etwas wie Spannung keimte nur beim 25:29 (52.) auf. Dennis Schrader hatte nach einem Freiwurf die Möglichkeit, frei vom Kreis zu werfen, doch die Schiedsrichter unterbrachen die Aktion zugunsten einer Wischpause. Als die Aufregung darüber auf der HSG-Bank verebbt war, hatte Ellerbek schon wieder den Ball und Schülp/Westerrönfeld nicht auf drei Tore verkürzt.

Die Hiobsbotschaft kam dann in der Nacht, lange nachdem die Lichter in der Heidesandhalle aus und das 28:33 auf der Anzeigetafel verloschen war. Jens-Christian Woldt hat sich im Spiel an der Hand verletzt, vermutlich ist es ein Kahnbeinbruch. Mit Blick auf die verbleibenden Spiele im Kampf gegen den Abstieg wäre sein Ausfall eine Katastrophe.

HSG Schülp/Westerrönfeld/RD: Martensen, Burchert – Moreau, Hohnsbehn, Schrader (3/2), Jüschke (1), Fisch (1), Woldt (8/2), Jöhnk (6/1), Seehase (1), Cardis (1), Ranft (3), Dethlefsen (3), Schöler (1).

   
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